Die Plage mit den Stapeln

Anders als mein Mann, horte ich Unterlagen, Dokumente und sonstigen Papierkram in Stapeln auf meinem Schreibtisch. Ich kann wirklich nicht behaupten, dass hinter meinem Chaos ein System steckt. Weder ist das Ganze nach Themen, noch nach Priorität sortiert.

In einem lichten Augenblick fange ich an zu sortieren und die Unterlagen an verschiedene Ecken meines Schreibtisches zu legen, natürlich um sie abzuarbeiten und irgendwann mit der Ablage zu beginnen.

Wenn es um derlei Arbeiten geht, lasse ich allerdings meine Gedanken gerne fließen und bin sehr offen für angenehmere Zerstreuung. Also lege ich neue Stapel an und verschiebe den Plan einer angehenden Ordnung auf eine andere Stunde – na gut, anderen Tag.

Tage später greife ich nach einem bestimmten Dokument und der ganze Stapel verselbstständigt sich. Um weiteres Durcheinander zu vermeiden, stürze ich mich auf den herabstürzenden Papierberg, selbstverständlich mit einer vollen Kaffeetasse in meiner rechten Hand. Ihr stellt euch das jetzt bestimmt vor eurem inneren Auge vor – kein schöner Anblick.

Schlimmeres abgewendet, vergesse ich daraufhin erfolgreich für weitere Tage meinen Unterlagenstapel, ja, bis ein Anruf kommt, für den ich ein bestimmtes Dokument benötige.

Ich ernte verständnislose Blicke meines Mannes.

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