Weekend Link

Diesmal gibt es in einem “Paket” lediglich einen “Weekend Link”, denn mit diesem seid ihr – wie ich meine – ausgiebig beschäftigt:

Seit heute steht die dreizehnte Folge der Artikelserie „Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr“ von Wolfgang J. Koschnick bei Telepolis im Netz. Diesmal wird es etwas kompliziert. Es geht um das Thema:

Das Kreuz mit dem Pluralismus

http://www.heise.de/tp/

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden neue Vorstellungen über Demokratie: die Pluralismustheorien. Sie sind wichtig, damit man besser die Rolle versteht, die Interessenvertreter – die Lobbyisten – in der modernen Gesellschaft spielen. Die naive Pluralismustheorie nahm an, dass jeder, der ein Interesse an einem Gemeinschaftsgut hat, auch bereit ist, einen Teil der Bereitstellungskosten zu übernehmen. Das setzt eine symmetrische Interessenorganisation voraus: Jedes Interesse muss sich gleich gut organisieren lassen. Tut es aber nicht.

Die Interessen von Verbrauchern, Frauen oder Arbeitslosen sind nicht annähernd so gut organisiert wie etwa die von Kapitaleigentümern, Unternehmern, Managern, Ärzten oder Rechtsanwälten. Die reale Asymmetrie der Kräfte zerstört das schöne Bild vom „Markt des Ausgleichs“.

Manche werden im Wettkampf widerstreitender Interessen regelrecht untergebuttert und manche wiederum errichten ungehindert ihre (Schreckens-)Herrschaft: Finanzkapitalisten, Banken, Großkonzerne und ihre Verbände haben – das lehrt die tägliche Politikpraxis – eine uneinnehmbar starke Position. Sparer, Steuerzahler, Krankenkassenmitglieder, Rentner, alleinerziehende Mütter, Arme und viele andere mehr haben eine sehr schwache Position. Der Pluralismus ist ein Instrument, mit dem breite Kreise der Bevölkerung unterdrückt und zugleich mit dem herrschenden System versöhnt werden.

 Bis jetzt sind zwölf Folgen erschienen, im Einzelnen:

Die entwickelten Demokratien der Welt stehen am Abgrund

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40546/1.html

Die repräsentative Demokratie frisst ihre Kinder

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40574/1.html

Leben wie die Maden im Speck

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40585/1.html

Parlamentarier sind Vertreter der Parteifunktionäre

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40633/1.html

Eine Form der milden Funktionärsdiktatur

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40638/1.html

Berufspolitiker: Die Totengräber der Demokratie

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40658/1.html

Der Staat als Selbstbedienungsladen der Politik

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40687/1.html

Scheindemokratie voller leerer Hülsen

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40738/1.html

Das große Gewusel: Hektische Betriebsamkeit als Politikersatz

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40793/1.html

Wenn Gremien entscheiden, kommt selten etwas Vernünftiges dabei ‘raus

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40877/1.html

Parlamentarier im Würgegriff des Fraktionszwangs

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40951/1.html

Die Parlamente der Welt sind reine Abnickvereine

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41005/1.html

Mehr als zehn weitere Beiträge zur radikalen Demokratiekritik werden in unregelmäßigen Abständen folgen.

(Text & Links von Wolfgang J. Koschnick. Vielen Dank an dieser Stelle).

Weekend Links

liv_tyler_manners_opener

I just stumbled upon the book Modern Manners which was written by Liv Tyler and her etiquette-expert grandmother Dorothea Johnson.

The book is a modern day manual for brushing up on everything from being a savvy hostess to on the job etiquette. The book has style, wit and delight just like Liv and her grandmother with wonderful images. Enjoy!

Adore-Magazine-April-May-2013-Megan-Hess-8_2

The talented Megan Hess and her fabulous book Fashion House is an inspiring look at her fashion illustrations infused with interior design.

The book features “10 Essential Pieces” for the home as well as “Rooms to Swoon Over” and more.

Ohne Titel

And last but not least – It’s not a link but recipe:

Yesterday I discovered that I love avocado. I was never a fan of it, but on a meeting I was watching everyone eat it right out of the skin and kept hearing them talk about how healthy it is for you. I don’t know what happened, but my tastebuds finally opened up to the rich, buttery taste. I’m hooked!

You will need:

4 slices of bread
4 eggs
1 avocado
1 tomato, sliced
dash of dried basil, optional
salt & pepper to taste

Eggs over medium heat in a small fry pan (eggs with a dash of basil and salt & pepper to taste). Cut avocado in half. Using a fork, scrape out the avocado and spread it onto the toast. Slice the tomato and layer onto the avocado. Top with fried egg.

Voilà!

Have a nice Weekend!

Ohne Titel

Weekend Links

Ohne Titel

Ein Artikel, der meines Erachtens unbedingt lesenswert ist.

Beginnend mit Teil 1 von 6 Ausgaben schreibt der Allensbacher Politologe und Wissenschaftsjournalist Wolfgang J. Koschnick in Telepolis eine Reihe von Artikeln, die sich sehr grundlegend mit der Fundamentalkrise der etablierten Demokratien auseinandersetzt. Die erste Folge beschreibt und analysiert den Niedergang der entwickelten parlamentarischen Parteiendemokratien. Sie zeigt, dass alle entwickelten Demokratien der Welt in einer Systemkrise gefangen sind, aus der es kein Entrinnen gibt. Das verbreitete Klagen über “die Politiker” und die allgemeine “Politikverdrossenheit” verstellt den Blick dafür, dass alle entwickelten Demokratien in einer fundamentalen Strukturkrise stecken.

Ohne Titel

Angeregt durch den Hinweis eines guten Freundes erkläre Edith Sitwell’s Englische Exzentriker zur Wochenendlektüre.

Dieses schon klassische Buch präsentiert berühmte Exzentriker aus dem unerschöpflichen englischen Fundus. Das genial entworfene Bild einer britischen Tugend, die von kontinentalen Beobachtern häufig fassungslos belächelt, in England aber als selbstverständlicher Bestandteil der Alltagskultur geschätzt und seit Jahrhunderten gepflegt wird: der Exzentrik. Sie vereint Aristokraten und Dienstpersonal, Bürger und Künstler, Stadt und Land und die beiden Geschlechter im hemmungslosen Zelebrieren ihrer Individualität.Dame Edith Sitwell, selbst Exzentrikerin von höchsten Graden, hat ihnen ein bleibendes Denkmal errichtet.

Ohne Titel

Demnächst zum Frühstück im Bett: Kenneth Patchen – Erinnerungen eines schüchternen Pornographen.

Ein Buch beenden, indem man einfach aus ihm heraus,in den Himmel fliegt – diese ungewöhnliche Methode erdachte der amerikanische Außenseiter-Autor für seine surrealistisch fabulierte, aber mit konkreten Anspielungen gut versehene Satire auf US-Zivilisation und US -Kulturbetrieb. Ein von Sehnsucht nach Utopia dirigierter Wachtraum zwischen grotesken Vorhöllen – zum Beispiel Partys – und ländlichen Idyllen mit verfeinertem Beigeruch.

Es gibt viel zu Lesen, ich wünsche euch ein fulminantes Wochenende!

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